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Fünter Eintrag

Freitag, 10:10 Ortszeit, in Deutschland liegen gerade alle im Bett und schlafen, die Meisten jedenfalls, ich trinke Kaffee und frisch gepressten Wassermelonensaft, die Sonne scheint manchmal durch die dichte Wolkendecke, die mir nebenbei ein paar Wassertropfen hinunterwirft und mir als Metapher für das hier erlebte durchaus dienen kann. Ein bisschen Regen, ein bisschen Sonnenschein, eine wunderschöne Landschaft und leckere Getränke, dazu Zigaretten.

Am gestrigen Tag wachte ich in der Nacht auf, die Berge durchschallend erklangen muslimische Gebete über Lautsprecher, dazu in ferner Nähe Trommeln, ein anhaltender Rhythmus, der mit dem Gesang der Suren zu einer Musik des Glaubens verschmolz, mal hektischer, mal ruhiger wurde und sich beides ergänzend wie ein Klangteppich auf die Berge und das Tal legte, den Himmel als Ziel. Nach knapp einer Stunde war es dann vorbei und ich legte mich wieder zur Ruhe und schlief genügsam ein.

Um 10 Uhr ca wachte ich dann auf. Geduscht, angezogen und raus. Flo saß schon mit Kaffee und Wassermelonensaft auf der Terrasse des Hotels, ich setzte mich dazu, bestellte mir Honigmelonensaft und Kaffee und zündete mir eine Zigarette an. Wir besprachen den Tag, auf zur Teeplantage und in den Botanischen Garten, nach knapp zwei Stunden etlicher Säfte und Kippen standen wir dann auch schon auf.

Den langwierigen Aufwärtsweg wieder bezwungen hieß es nun, eins von den gelben Großraumtaxen anzuhalten, dies gelang uns recht schnell und nach viel richtungsweisendem Zeigen und Verständigungsversuchen wusste er dann auch wohin es gehen sollte. Eine alte Frau und ein Kind saßen auch noch mit im Taxi, aber stiegen dann an verschiedenen Stationen vor uns wieder aus.

An einer Kurve ließ er uns dann aussteigen und deutete den Weg. Die gelben Vantaxen hatten an der Stelle wohl ihr Gebietsende, jedenfalls sahen wir mehrere Leere herumstehen. Wir gingen also vorbei an kleineren Ständen. einer Motorrollerwerkstatt und waren am Eingang wohl vorbeigelaufen, die Karte zeigte das so an. Wir gingen zurck und tatsächlich, zwischen zwei Hütten versteckf fanden wir den Trampelpfad nach oben, die Teeplantage selbst war seit Jahren wohl nicht mehr in Betrieb, am Eingang hing zwar ein relativ frisches Schild mit Eintrittspreisen, aber niemand saß in der kleinen Holzhütte, also einfach vorbei und hoch.

Ein matschiger Weg mit Stöckern als Treppe aufgebahrt wurde unserer, wir stapften also hoch und höher und höher den Berg hinauf und es begann zu Regnen. Erst ein paar Tropfen, dann schon ein paar mehr und bald waren wir nass auf der Erhöhung des Berges. Wir kehrten recht schnell um, rutschten nach ein paar Fotos den Hang wieder hinab, verloren das ein oder andere Mal den Halt, fielen jedoch zum Glück nicht.

Unten angekommen stellten wir uns unter eine der leeren Holzbuden und warteten den Regen ab, währenddessen suchten wir auf der Straße ein Taxo, abdr keines wollte uns für unter 100.000 mitnehmen, ein wirklich überzogener Preis bedenkt man, dass der Hinweg 10.000 gekostet hatte.

Irgendwann dann verzog sich der Regen zu einem Nieseln und wir gingen ein paar Meter, um uns von einem gelben Taxivan zur Y Gabelung zurückbringen zu lassen, so durchnässt hatte es wenig Sinn weiterzuziehen. 10.000 Rupia bezahlt und ausgestiegen, dlnoch ein paar Fotos geschossen. den Hang wieder hinunter und ab ins Hotel unter die Dusche. Ich schrieb noch ein wenig am Blog, dann trafen eir uns unten im Hotelrestaurant an der Terrasse, wie schon am Morgen.

Wir tranken jeder noch ein paar Säfte, suchten Verbindungen für den morgigen Tag raus und redeten Blödsinn zur Belustigung. Zug fährt nicht, Taxis gibt es keine, Fahrerservice gab es keinen, nun gut, wie kommen wir hier weg? Wir überlegten, es eventuell uns mit den Vantaxen von Ort zu Ort zu hangeln, ein Abenteuer sicherlich. aber mit den großen Rucksäcken? Nein danke.

Als wir aus dem Center draußen waren, erfasste uns wieder das volle Verkehrschaos, wir gingen noch einen kleinen Schlenker, an Ständen und Armut vorbei, über kaputten Gehwege, uns gefiel es hier immer weniger. Im Hotel angekommen war es gerade mal 18 Uhr, keine Zeit um ins Bett zu gehen und ins Hotelzimmer wollte ich nicht, Flo vorerst schon. So saß ich da, recht geknickt, diese Armut und der nicht enden wollende Verkehr kann einen fertig machen, und das tat es in gewisser Weise.

Ich setzte mich in die gekühlte Lobby, schrieb ein bisschen in diesen Zeilen hier, seufzte auf.

Flo kam nach einiger Zeit wieder runter und ich wollte noch irgend etwas schönes hier erleben, zudem etwas Essen. Am Ende der Straße war ein Restaurant. Beim Betreten schon stieß es mich ab, es stank nach oft benutztem Klo ohne Spülung, die Fliesen auf dem Boden dreckig, die Tische klebrig. Aber wir hatten es betreten und ich wollte nicht unhöflich sein. Die erste Bestellung, die ich machte, hatten sie nicht. Flo's auch nicht und so griffen wir auf andere Speisen zurück. Flo hatte ein Wasser bestellt, was ich ausversehen bekam, ich einen Zitronentee. Man stellte mir ein schäumig, milchiges Getränk vor die Nase, Flo's Wasser, ich trank einen kleinen Schluck, Flo miemt seitdem häufiger mal meinen Gesichtsausdruck nach. Waschwasser, eindeutig, keinen Schluck mehr, ich wollte hier raus, wollte hier nicht essen, nur raus, eine Panik ergriff mit eiskalten Klauen mein Inneres. Ich tat, was ich noch nie getan hatte und was mir heute noch unangenehm ist. Ich stand auf, bevor das Essen kam, ich zahlte, winkte Flo zu mir und wir verließen das Restaurant, ohne dass ich mein Essen auch nur gesehen hatte. Noch jetzt ist mir das peinlich und meine Unhöflichkeit schockiert mich stark, aber auch jetzt noch bin ich der Meinung, in meinem Interesse richtig gehandelt zu haben.

Genug Abenteuer für heute, haben ja noch was erlebt, witzelte Er, aber ich hatte genug, genug von den ärmlichen Verhältnissen hier, genug von dem Verkehr, dem Gestank, der anhaltenden Ungewissheit und genug von Indonesien.

Mehrere Zigaretten und einem alleinigen Rumsitzen vor dem Hotel später ging ich zu Flo in die Lobby. Auch er hatte es sich anders vorgestellt, auch ihm gefiel es hier kein Bisschen und so beschlossen wir, morgen schon weiterzureisen, Hotelnacht bezahlt hin oder her, den Urlaub wollten wir uns nicht versauen lassen. Er buchte für die nächste Nacht im gleichen Hotel, in dem ich jetzt sitze zwei Zimmer, suchte den Zug für morgen raus und es war beschlossen. Wir wollten sofort die Zugtickets kaufen und entschlossen, zum Bahnhof zu gehen, der nur wenige Laufminuten entfernt war. Auf dem Weg dahin riefen uns jugendliche Indonesier zu sich, allesamt aus Bandung, also aus der Stadt in der wir hier waren, und wir setzten uns zu ihnen. Wir redeten so viel, wie ihr Englisch zuließ, was sich auf Name, Hotel und Herkunft beschränkte, zur Sicherheit in doppelter Ausführung. Nach nicht allzu langem Schweigen und anlächeln standen wir auf und gingen weiter unserer Wege.

Am Bahnhof angekommen die Ernüchterung, dass wir die Tickets doch morgen kaufen sollten, die Automaten verlangten Informationen, mit denen wir nicht viel anfangen konnten, also ab ins Hotel, nochmal ein paar Kippen, dann ab ins Bett und diesen Tag hoffentlich nicht nochmal durchleben müssen, morgen geht es nach Yokyakarta mit freudiger Erwartung, besseres zu Erleben. Verzeiht, wenn die Blogeinträge sich manchmal hinziehen, grammatikalisch zeitlich ein wenig wirr sind und sich in Schreibstil uneinig sind. Ich schreibe, wenn ich die Zeit finde und Lust habe. Socirl dazu, wollte ich mal loswerden.

6:20, ich stehe auf, stelle den Wecker auf 10 Minuten später, stehe aber doch 6 Minuten danach auf, ich will hier weg. Duschen möchte ich nicht, danach klebt meine Haut mehr als vorher. Also den Hotelinstantkaffee aufgekocht, einen Schluck getrunken, abgestellt, aufgestanden, angezogen, Sachen hatte ich schon am Vorabend gepackt, und ab nach unten.

Nach einer Zigarette kam auch Flo an und wir gingen los, die Straßen waren schon wieder voll. Zum Bahnhof, Ticket gekauft, Getränke gekauft, hingesetzt und Zeit verfliegen lassen, der Zug fuhr in einer halben Stunde ab. Wir entschieden uns, schonmal vorzugehen, ein Bahnmitarbeiter brachte uns direkt zu unserem Abteil, selbstverständlich wollte er Trinkgeld, und er bekam es von mir, inzwischen kennt man die Gepflogenheiten.

Im Zug war es angenehm, die Plätze hatten wunderbare Beinfreiheit und waren bequem, wenn auch von der Breite her für uns zwei Dicke nicht unbedingt geeignet. Zum Glück war vor uns der Platz frei, und als die Sonne nicht mehr permanent auf die Seite knallte, gesellte ich mich nach vorne, machte mich breit und es mir bequem, hörte Musik über Kopfhörer und schaute aus dem Fenster.

Es ging vorbei an faszinierenden Bergen und Tälern, kleinen ärmlichen Dörfern aus der üblichen Wellblech/Holz-Konstruktion, vereinzelt kleine mit Bambus umrandete Fußballplätze und eine Menge winkender oder spielender Kinder, zwischen herumhängender Wäsche an jeglichen Positionen vor, auf oder neben den Hütten. Ich schlief ein.

Als ich wieder aufwachte, hatte sich die Landschaft verändert, weites flaches Land, die Berge fern in den Hintergrund gerückt und nurnoch eine weit entfernte Wand, nicht mehr nah und gigantisch. Auf dem Land Reisfelder, ewig weite Reisfelder, darauf immer wieder Bauern in Leinentracht und diesen spitzen, runden Hüten, wie man sie aus dem Klischeebild kennt. Dazwischen immer wieder Dschungel und darin liegenden nun Dörfer mit richtigen Häusern und kleinen Straßen, mitten in hohen und dichten Bäumen. Wieder eine Unzahl spielender und winkender Kinder, Flo erzählte mir, er hatte häufiger beobachtet, wie sie mit den Eltern in der Nähe der Gleise stehend, wie wartend, auf ihn zeigten jmund heftig begannen zu winken, als wollten sie die Lebensfreude doppelt und dreifach aufzeigen, die wir in den Städten vermissten. Ich schlief zwischendrin immer wieder ein und muss auch gestehen mich irgendwann nicht mehr auf die Landschaft konzentriert zu haben, sondern, in meinem Sumpf aus Musik und Müdigkeit, zwischen dem Grün der Landschaft, Charlie und die Schokoladenfabrik mit indonesischen Untertiteln, der auf einem Fernseher im Zug lief, und dem schwarz meiner Augen, versunken zu sein. Zudem litt ich etwas an Durchfall, nun doch, nachdem es mir so lang erspart gewesen blieb, die Toilette im Zug war eine Stehtoilette, es war spannend, sie in einem sich bewegenden Objekt zu benutzen, aber das sollte an Information reichen, bis vielleicht auf, es ging nichts daneben.

Irgendwann kamen wir dann auch an, 15:50 glaube ich. Ich stand gespannt schon fünf Minuten bevor der Zug hielt auf und kramte unsere Rucksäcke aus dem sich über uns befindlichen Ablageplatz. Aus dem Zug gestiegen, von der warmen, nassen Luft in Empfang genommen, trotten wir unseres Weges. Viele viele Einheimische saßen auf ihren Transportmöglichkeiten. ich habe vergessen wie man sie nennt, hinten ein Fahrrad und vorne ein Zweisitzer. Wir wurden gefühlte 50mal angesprochen, ob wir ein Taxi benötigten, bis ich mich nichtmal traute, irgendwohin als auf den Boden zu gucken, nur um nicht angesprochen zu werden, das gleiche Phänomen wie auf der Reeperbahn, kam es mir irgendwie in den Sinn und es passt auch irgendwie, wenn auch komplett andere Dienste angeboten wurden.

Wir liefen eine ganze Strecke, bis ich endlich in ein Taxi wollte, und so fuhren wir für einen lächerlichen Euro die kurze Strecke bis dorthin. Das Hotel dieses mal ist klasse, zwar übertrifft nichts für mich das in den Bergen, allerdings ist es sauber, hat ein richtiges Bad und stinkt nicht unfassbar. Hatte ich die tote Kakerlake auf der Treppe des letzten Hotels erwähnt? Nein? Na gut, dann wisst ihr es jetzt.

Hier mach ich dann erstmal Pause, es ist kurz vor Mitternacht und ich sitze in der Hotellobby, habe mich noch mit einem Indonesier unterhalten und werde nun wohl ins Hotelzimmer gehen, noch ein paar Youtubevideos gucken und mich zur Nachtruhe legen.Auf bald, euer Dinnas Gaukbert
11.6.16 18:25
 
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Bettina (12.6.16 23:31)
Es macht total Spaß das zu lesen, was Du erlebst u d ich freu mich auf mehr...

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