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Sechster Eintrag

Es ist Montag und ich fühle mich endlich wieder bereit, weiterzuschreiben.

Nach der Besichtigung des Hotels und nach dem Duschen trafen wir uns wieder unten im Foyer und rauchten ein bisschen, bevor wir uns erhoben, um die Straßen entlangzuflanieren.

Hier war es deutlich schöner, es waren Bürgersteige vorhanden, die nicht komplett zugestellt waren, zudem gab es ein viele Einkaufsläden und weniger Stände. Wir gingen in ein Einkaufszentrum und aßen an den Essbuden ein sehr leckeres Mahl. wenn es auch immer noch komisch ist, hier Hühnchen zu essen, da es meidt mit Knochen fritiert und dadurch schwer genießbar ist ohne Messer, trotzdem lecker.

Wir laufen zurück zum Hotel. Vorher noch zu Starbucks, Flo möchte einem Freund eine Starbucks Indonesien Tasse mitbringen und ich kaufte mir auch Eine, warum nicht, hat man ne Tasse für zu Hause aus Indonesien, kann man mal machen. Wir bestellten uns gefrorenen Kaffee und jeder ein Stück Kuchen. Als ich meinen Namen nennen musste ich ihn buchstabieren, beim Ausrufen dann klang mein Name anders als bekannt oder erwartet. Ich nahm den Becher und darauf Stand Dinnas, guter Name, seitdem nennt mich Flo manchmal Freiherr Dinnas Gaukbert. Es war schon spät und wir begaben uns zum Hotel rauchen im Foyer noch die ein oder andere Zigarette, unterhalten uns noch mit einem Indonesier aus Bandung und gehen dann fröhlich zu Bett.

Irgendwann um 10:30 Uhr aufgestanden, geduscht, raus und nach unten, Flo wartet schon. Wir geben noch unsere Wäsche zum Waschen ab, die Klamotten werden knapp. Wir beschließen heute zu einem Vogel- und Tiermarkt zu gehen, lassen uns ein Taxi rufen, welches uns dorthin fährt.

Angekommen bricht ein Schwall an Vogelgesang auf uns runter, es ist wieder schweineheiß und feucht, wie jeden Tag. An etlichen Ständen mit Käfigen vorbei, in jedem verschiedene Vögel oder andere Tiere. Es gibt hier Kaninchen, Hasen, Katzen, Hunde, Fledermäuse, Schlangen etlicher Größen, diverse Echsenarten, Komodovarane, Flughörnchen, Mäuse und andere Nagetiere, Fische, Insekten, Schildkröten, und vieles mehr. Oftmals in katastrophal kleinen Käfigen oder zu viele in Einem. Es ist teils schrecklich, das zu sehen, andererseits versucht man zu verstehen, wie das sein kann.

Während wir uns die Tiere so angucken, spricht uns ein älterer Herr an, es beginnt ein Gespräch und prompt führt er uns durch den Markt und erzählt uns, welches Tier welchem Zweck dient. Fledermäuse wirken anscheinend gut gegen diverse Krankheiten, Raben werden zu Hochzeiten freigelassen, das soll Glück bringen, es gibt diverse Vögel für diverse Gelegenheiten, ob Jobsuche, Reise, Hochzeit, Geburten, etc., die man zu diesen Gelegenheiten kauft und freilässt. Andere kauft man als Haustier, Katzen um Farmen vor Ratten zu schützen, Hunde für die Bewachung oder als Schmuckobjekt, wie es bei uns in Europa auch ist. Ivan, wie er sich uns vorstellte, sprach zudem ein paar Worte deutsch, gelernt vom Großvater, der fließend Deutsch konnte, laut seiner Erzählung. Er erklärt uns dies und jenes, führt uns um den ganzen Markt und schlägt vor, mit ihm mitzukommen, um ihn zu Besuchen, er habe eine Kaffeefarm und einen Haufen Katzen. Da wir nichts geplant und den Markt nun gesehen hatten, willigten wir ein. Flo stieg mit auf den Roller von Ivan, ich auf den seines Sohnes und ab ging die Fahrt durch den Verkehr Yogyakartas.

Dort angekommen sehen wir noch weitere Touristen an einem wirklich schönen Ort sitzen, mit Holz verkleidete, offene Räume. Er erzählt uns wie der Kaffee gemacht wird, die Katzen fressen die Kaffeepflanze und scheiden die unverdauten Kaffeebohnen wieder aus, davon habe ich sogar schon gehört, der teuerste Kaffee der Welt. Nach einem langen, wirklich lustigen und netten Gespräch bei unzähligen Kaffees kaufen wir ihm tatsächlich Kaffee ab, schön verpackt und preislich eigentlich auch in Ordnung. Währenddessen bringt uns Ivan auch ein bisschen Indonesisch bei, danke, bitte, lecker, sehr schön, etc. und ermahnt mich gefühlte 10mal, bevor ich mir endlich das Danke merken und anwenden kann, Terima Kasih. Recht zufrieden ein Souvenier zu haben und ein bisschen naiv willigen wir dann noch ein, die örtliche Kunstakademie zu besuchen. Wir steigen wieder auf die Motorroller und die wilde Fahrt gdht wieder los.

Dort angekommen sieht es eher aus wie ein Atelier und ein Verkaufsort, als eine wirkliche Akademie. Es ist allerdings auch kein unschönes Gebäude, ein typisch Asiatisches hölzernes Haus mit Spitzem Dach, es gibt viele Bilder, die überall rumhängen und stehen, auf den Tischen Aschenbecher, mehrere Indonesier lungern auf den Stühlen herum. Ivan weist uns, ein paar Bilder, auf Seide gemalt und aufwendig hergestellt, dazu jedes ein Unikat, nach seiner Aussage, anzugucken und reicht uns gleich die Preisliste. Ich finde mehrere kleine Bilder eines Künstlers die mir gefallen, Ivan stellt sie zur Seite. Er reicht uns Wasser und bietet uns an zu rauchen, das dürfe man in Indonesien überall, wo es nicht verboten ist, ergibt Sinn. Dann verliebe ich mich in ein größeres Bildnis einer Frau in schwarzweiss mit gelbrotem Hintergrund, aus deren Füßen und Armen Äste sprießen, aus dem Ast des einen Arms erwächst eine harte und ausdruckslose Maske, ich muss es haben, ich kann gar nicht anders, sehe es mir seitdem auch täglich an. Dazu kaufe ich noch ein kleineres und liege weitaus über meinem eigentlichen Pensum, aber das schert mich irgendwie wenig. Flo findet auch noch eines für sich, ein größeres farbenfrohes Bild, was mir allerdings nicht zusagt, ich muss immer die Frau angucken, es fesselt mich einfach zu stark und ich gerate ins Schwärmen.

Wir zahlen die Bilder und Ivan schlägt uns noch vor, Kobrablut zu trinken und die dort getötete, entblutete und frittierte Kobra zu essen, aber wir lehnen dankend ab, wir haben bereits zu viel Geld für einen Tag dagelassen und wir wollen duschen, es ist unfassbar heiss und die Luft feucht wie immer. Er empfiehlt uns ein Taxi.

Selbstverständlich lungert Ivan, wenn er so wirklich heißt, auch wenn ich ihm soweit glaube, wahrscheinlich häufiger an Märkten usw. rum und sammelt Touristen ein, er ist wohl ein Verkäufer bzw. Tourifänger für diverse Läden in Yogyakarta und bekommt seinen Anteil. Aber er war unheimlich freundlich, wir haben viel geredet und gelacht, also konnte ich ihm kaum böse sein, dass er uns teilweise schamlos belog. Habe auch gelesen, dass es mehrere solcher Leute hier gibt, allerdings hatten wie anscheinend Glück mit unserem und konnten neben den Verkäufen noch einiges über kulturelle Riten erfahren. Ich weiß nicht, inwieweit ich ihm glauben soll, ob wir wirklich Unikate haben, aber es ist geschehen und ich will ihm nicht allzu böse sein, vor Allem wenn ich nichtmal einschätzen kann, inwieweit er gelogen hat, lassen wir das also, er sagt er glaubt an das Karma und er weiß inwieweit er gelogen hat, soll er tragen, was er verantwortet, für uns ist es nur Geld, und wir haben schöne Dinge mitgenommen.

Im Hotel angekommen erst einmal rauchen, danach duschen und entspannen. Ich sah mir das Bildnis auf Seide nochmal an und war immer noch wie fasziniert von der Schönheit und der Kraft dessen, bin es auch jetzt noch.

Gegen Abend trafen wir uns wieder in der Lobby, rauchten Zigaretten und unterhielten uns. Danach ging es per Taxi zur Shoppingstraße, so will ich sie mal bezeichnen, die Mailboro Street. In einem Einkaufscenter gehen wir etwas essen, ich hatte irgendwas scharfes und Flo nicht. Es ist voll, der Abend ist angebrochen, die Sonne untergegangen und im muslimischen Indonesien dürfen sie jetzt alle Essen, und das tun sie, wir bekommen nur mit Glück einen gerade von Anderen verlassenen Platz zum Sitzen.

Als wir satt und fröhlich waren gingen wir wieder hinaus auf die Straße. "Sir Sir, Mister, Taxi, Taxi?", "No thank you, no, no, no", bis eine kleine Gruppe von vielleicht acht jungen, alle in blau gekleideten, Indonesierinnen auf uns zukommen. "sorryyy can we ask u some questions?", fragt ein Brille tragendes Mädchen, als wir bejahren quietschen sie vergnügt auf, Flo und ich gucken uns leicht entgeistert an, "can we film this", "why not", gekreisch, alles klar. Sie nennen uns ihre Namen und wir unsere, sagen dass wir aus Deutschland kommen, gequietsche, zudem wette ich dass das das Einzige ist, was sich alle gemerkt haben. Sie stellen uns ein paar allgemeine Fragen über Indonesien, bei jeder positiven Antwort quietschen sie vergnügt auf, also bei jeder, sie wechseln sich teilweise bei den Fragen ab und das Mädel mit der Brille war wohl mit Abstand das souveränste, die Anderen drucksten herum, als wären wir ihre Lieblingsstars und sie dürften uns im Fernsehen beim Meet&Greet interviewen, ein seltsames Gefühl. Sie schossen noch mehrere Fotos mit uns, also die gesamte Gruppe positionierte sich um uns, zum Glück nicht alle einzeln.

Nach der letzten Frage dann bedankten sie sich herzlich und wir ließen sie aufgeregt kichernd hinter uns zurück, um nach mehreren Minuten auf einen schüchternen, aber sehr freundlichen Jungen und ein Mädel zu treffen, die auch Fragen an uns hatten. Beide mit Zahnspangen, er sehr schüchtern und ruhig, bestimmt ein cleverer Bursche, sie ziemlich geradeaus und kaum schüchtern, ein Mädel das weiß, was sie will, nüchtern in Betrachtungsweise und Handlungen. Beide waren vielleicht 15-17 jahre alt, konnten auch ein paar Worte deutsch, der Junge kannte das Wort "Regenbogen", was wir irgendwie ziemlich niedlich fanden. Sie hatten einen Fragebogen, den wir fix ausfüllten, ziemlich psychologische Fragen, die auf Rücksicht in der Kommunikation abzielten, höchstwahrscheinlich führten sie eine Statistik als Aufgabe. Hatten wir auch dies erledigt wollten sie noch ein Foto, auf dem wir den Bogen hochhalten sollten, easy kurz mit dem Blatt Papier portraitfähig posiert, und dann konnten wir schon weiter.

Den Heimweg liefen wir, knappe 4 km, kurz noch Im Foyer rauchen und ab in die Zimmer, schlafen, es war ein abenteuerreicher Tag.

Jetzt bin ich erst Dienstag Abend fertig geworden, inzwischen schon wieder so viel erlebt, ich hinke echt hinterher, ich geb mir morgen mal mehr Mühe, das nachzuholen, was fehlt.Achso, würd mich echt freuen Feedback zu lesen :DEuer Mr. Danish
14.6.16 17:38
 
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